Kursbeschreibung

Holocauststudien und die israelische Gesellschaft 

 

Dr. Batya Brutin

 

Der Kurs beschäftigt sich mit dem Holocaust, seinen Bedeutungen und universellen Implikationen sowie mit seiner Präsenz im kollektiven Bewusstsein und dem Kulturleben in Israel. Das Holocaust-Studienprogramm des Beit-Berl-College beruht auf einem multidisziplinären Ansatz mit besonderer Betonung der Geschichte und deren Verarbeitung in  Literatur, Film und bildender Kunst. Ein Besuch in der Gedenkstätte Yad Vashem in Jerusalem soll die historischen und kulturellen Perspektiven und deren filmische und literarische Umsetzungen veranschaulichen.

Kollektives Gedächtnis – Bedeutung und Einfluss 

 

Prof. Shelly Shenhav

 

Dieser Kurs befasst sich mit der zentralen Bedeutung des sozialen und kollektiven Gedächtnisses bzw. mit dem Versuch, Poetik und Politik der Erinnerung zu deuten. Es geht darum, den Studierenden die Bedeutung und die mythischen Inhalte des Kollektivgedächtnisses näherzubringen und das Vermögen des Kollektivgedächtnisses zu beleuchten, öffentliche Sphären, gesellschaftliche Beziehungen und Bildungsstrukturen zu beeinflussen und zu konstruieren.

Die Auseinandersetzung mit Denkmälern, Museen, Gedenkstätten, nationalen Gedenkzeremonien, Bildungsprogrammen usw. soll den umstrittenen Charakter dieser Thematik in und außerhalb Israels veranschaulichen.

Frauen und Politik in Israel 

 

Prof. Esther Hertzog

 

Dieser Kurs beschäftigt sich mit dem Verhältnis zwischen  Frauen und Machtzentren in Israel auf lokaler und nationaler Ebene. Die historische Entwicklung und die Änderungen der politischen Situation der Frauen im Laufe der Jahre werden nachgezeichnet und die gängigen Interpretationen zum Kursthema kritisch beleuchtet.

Die Studierenden sollen Einblick in den andauernden Kampf für gleiches aktives und passives Wahlrecht beider Geschlechter sowie für geschlechtliche Gleichberechtigung in weiteren politischen Bereichen erhalten. Im Verlaufe des Kurses werden mehrere Politikerinnen ihren persönlichen Werdegang schildern und die Erkenntnisse aus ihren Erfahrungen diskutieren.  

Betrachtungen zu den arabischen Frauen in Israel 

 

Aida Nasrallah

 

Seit der Gründung des Staates Israel hat sich die Situation der arabischen Frauen in diesem Land auf politischer und sozioökonomischer Ebene in mancherlei Hinsicht geändert. Die arabischen Frauen in Israel sind zwar nach wie vor einem patriarchalischen System mit strikten Regeln und Grenzen unterworfen, das die Wahrnehmung ihrer Interessen als Frauen auf den vom patriarchalischen Diskurs vorgegebenen Rahmen beschränkt. Dennoch durchlaufen sie einen bedeutenden Modernisierungsprozess, der Vorurteile hinterfragt und ihre Beschränkung auf den häuslichen Bereich teilweise aufgehoben hat.

Der Kurs diskutiert die vielfältigen Reaktionen der arabischen Frauen auf die angenommenen Identitäten und die Erwartungen ihrer Gesellschaft. Als Schwerpunkt soll die Marginalisierung des Status der palästinensischen Frau durch die israelische Politik beleuchtet und gleichzeitig gezeigt werden, wie dadurch ihre Ambitionen und der Wettbewerb mit den Männern in diversen Bereichen, darunter auch bildende Künste und höhere Bildung, gefördert wird. Die Situation der arabischen Frauen in Israel wird mit der Situation der Frauen in arabischen Ländern verglichen, besonders auch im Hinblick auf die Kleidungsvorschriften.

Die Kreuzfahrer im Nahen Osten 

 

Dr. Yusuf Muhsin

 

Der Kurs befasst sich mit der Geschichte der Kreuzfahrer im Nahen Osten mit besonderer Berücksichtigung der arabisch-muslimischen Perspektive – ohne die europäisch-christliche Darstellung auszublenden. Abgesehen von den Begegnungen auf dem Schlachtfeld sollen vor allem die Zusammenarbeit zwischen Muslimen und Kreuzfahrern in manchen Bereichen, wie Handel, Wirtschaft, Medizin und sogar Krieg und Waffen, sowie die wechselseitigen Einflüsse behandelt werden.

Zwischen dem „Wir“ und dem „Ich“ – Der israelische Film zwischen Nation-Building und Alltagskino 

 

Ohad Landsman

 

Der Kurs zeichnet die Geschichte des israelischen Films vom zionistischen Realismus der 1930er Jahre bis zur Gegenwart nach. Symbiotisch mit der gesellschaftlichen Realität reflektiert der israelische Film die Mythen und Hauptkonflikte der israelischen Gesellschaft und prägt sie gleichzeitig mit. Die Filme werden in den historischen Kontext eingeordnet und die verschiedenen ideologischen Ansätze und Hauptthemen hervorgehoben:  Individuum vs. Nation (gibt es überhaupt apolitisches Kino in Israel?), die Politik der Erinnerung und die Rolle des Holocausts, Repräsentationen des israelisch-palästinensischen Konflikts sowie von Frauen- und Männergestalten, Multikulturalismus im israelischen Film der 2. Einwanderergeneration etc. Im Verlaufe des Kurses werden Filmausschnitte zur Veranschaulichung der behandelten Themen gezeigt.

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